Pfoten-Tagebuch

Hundefreundliche Parks in Berlin: Wo mein Mischling sicher rennen darf

An einem Samstagvormittag im frühen März stand ich völlig überfordert mitten in der Hasenheide. Mein Hund — ein Energiebündel auf vier Pfoten, das ich erst seit ein paar Tagen hatte — stellte lautstark einen Jogger. Ich wollte einfach nur im Boden versinken. Als Grafikdesignerin liebe ich Berlin, aber an diesem Tag hasste ich die Stadt und ihre Grünanlagen. WARUM MACHT ER DAS? Ich hatte keine Ahnung.

Hinweis: In diesem Text teile ich meine ehrlichen Erfahrungen als Hunde-Anfängerin. Er enthält Affiliate-Links — wenn du darüber etwas kaufst, bekomme ich eine Provision, für dich bleibt der Preis gleich. Ich empfehle nur, was ich nachts um drei verzweifelt selbst gegoogelt und ausprobiert habe. Hier ist meine Offenlegung.

Berliner Leinenpflicht und die Suche nach Freiheit

Nach diesem Desaster in der Hasenheide habe ich erst mal gegoogelt. Wusstest du, dass in Berliner Parks laut Hundegesetz eigentlich fast überall eine allgemeine Leinenpflicht gilt? Es sei denn, man ist in einem der 28 offiziellen Hundeauslaufgebiete. Achtundzwanzig! Das klingt viel, aber wenn man einen Hund hat, der bei jeder Taube ausrastet, fühlt sich Berlin plötzlich sehr klein an.

Eine Hundeleine liegt im Gras eines Berliner Parks, Fokus auf die Leine.

In den ersten Wochen war ich so panisch, dass ich mich kaum getraut habe, die Leine überhaupt locker zu lassen. Ich habe angefangen, alles aufzuschreiben. Mein zweiter Onlinekurs, die Traumhund-Challenge, hat mir zumindest einen Plan gegeben. Da gibt es 54 Trainingsspiele — ja, ich habe sie gezählt — und das Programm begleitet einen ein ganzes Jahr lang. Das ist genau das, was ich brauche, weil ich nach zehn Minuten Training meistens schon wieder vergessen habe, was ich eigentlich tun wollte.

Meine Park-Odyssee: Vom Mauerpark bis zum Tempelhofer Feld

Ein warmer Nachmittag im Juni. Ich dachte: Hey, probieren wir den Mauerpark. SCHLECHTE IDEE. Zu viele Menschen, zu viele Grillgerüche, zu viele andere Hunde. Mein Mischling war völlig überreizt. Dann das Tempelhofer Feld. Riesig, windig und eigentlich toll, aber für einen Hund, der noch nicht hört, ist diese endlose Weite der Endgegner. Er sieht am Horizont einen anderen Hund und — ZACK — Gehirn aus, Jagdmodus an.

Hand hält ein Smartphone mit einer Hundetraining-App auf dem Tempelhofer Feld.

Ich habe zwischendurch echt gezweifelt. In dieser Zeit habe ich viel in dem Kurs Mit Hunden sprechen gelesen. Besonders die App für unterwegs war meine Rettung. Wenn er mal wieder wie ein Irrer in der Leine hing, konnte ich kurz nachschauen: Was sagt mir seine Körpersprache gerade? Ist das Angst? Purer Übermut? Oder will er mich einfach nur testen? Mit Hunden sprechen lernen war für mich der Schlüssel, um überhaupt zu verstehen, dass er nicht bösartig ist, sondern einfach nur keine Führung von mir bekommt.

Der Wendepunkt im Grunewald

Eines Morgens im späten Juli — wir hatten jetzt etwa zehn Wochen intensives Training hinter uns — sind wir in den Grunewald gefahren. Das ist eines der größten Hundeauslaufgebiete Berlins. Ich hatte meine Tasche voll mit Super-Leckerlis und die Strategien aus dem Kurs Hundetraining mit Erfolg im Kopf. In diesem Kurs habe ich endlich gelernt, wie ich im Alltag entspannt bleibe, auch wenn die Nachbarn schon wieder die Augen rollen.

Und dann passierte es: Ein anderer Hund kam uns entgegen. Mein Mischling blieb stehen. Er schaute den Hund an. Er schaute MICH an. Er blieb ruhig. Ich hätte fast geheult vor Erleichterung. In dem Moment habe ich gemerkt, dass sich die ganze Arbeit — das frühe Aufstehen um sechs, das ständige Üben — endlich auszahlt. Es war kein Zufall, es war das Ergebnis von Wochen, in denen ich gelernt habe, wie ich ihm Sicherheit vermittle. Mehr dazu habe ich auch in meinem Bericht über Hundetraining mit Erfolg Erfahrungen aufgeschrieben.

Glücklicher Mischlingshund sitzt im Grunewald Forst bei Sonnenlicht.

Eingezäunt oder Open Space? Meine ehrliche Meinung

Hier kommt mein kleiner „Expertentipp“ (von einer Anfängerin für Anfänger): Viele schwören auf eingezäunte Auslaufflächen. Klar, der Hund kann nicht weg. Aber ich habe gemerkt, dass diese Zäune die Trainingseffektivität bei der Impulskontrolle eigentlich mindern. Warum? Weil man sich als Besitzer zu sicher fühlt. Man passt weniger auf, man interagiert weniger mit dem Hund. Auf einer offenen Parkfläche MUSST du präsent sein. Du musst deinen Hund lesen lernen.

Berlin ist eine Herausforderung, absolut. Aber mit den richtigen Tools wird es besser. Ich nutze die Traumhund-Challenge jetzt seit ein paar Monaten und die Struktur hilft mir wahnsinnig. Es ist nicht nur ein Kurs, es ist wie ein Tagebuch für uns beide. Wenn du auch gerade an dem Punkt bist, wo du dich fragst, ob du jemals wieder entspannt durch den Park gehen kannst: Dranbleiben. Es wird besser. Vielleicht nicht heute, vielleicht nicht morgen, aber irgendwann bleibt er stehen, schaut dich an und du weißt: Wir schaffen das.

Falls du auch so einen kleinen Chaoten zu Hause hast, schau dir die Kurse mal an. Mir haben sie das Leben gerettet — oder zumindest meine Nerven im Berliner Großstadtdschungel.

Produkt Bewertung
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Mit Hunden sprechen 8.1 Mehr erfahren →
9.2

Traumhund-Challenge

Vorteile

  • ● 54 Trainingsspiele -- perfekt für Planlose wie mich
  • ● Begleitet einen ein ganzes Jahr lang Schritt für Schritt
  • ● Ratenzahlung möglich (mein Bankkonto dankt)

Nachteile

  • ✘ Nicht ganz günstig, aber jeden Cent wert
  • ✘ Kein Live-Coaching bei akuten Nervenzusammenbrüchen
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